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Als Paar zwischen Himmel und Erde

Die tiefe Erfahrung von Verbundenheit und Gemeinschaft lässt sich nicht einfach festschreiben - auch nicht durch eine Ehe. Sie bleibt ein unverfügbares Geschenk, das man nicht auf Dauer hat. Das gilt für die religiöse Beziehung ebenso wie für die Liebensbeziehung. Beziehungserfahrungen sind immer ambivalent. Die intensive leibliche, seelische und geistige Verbundenheit zwischen Mann und Frau spielt sich sozusagen zwischen den Polen von "Himmel und Erde" ab. Es kann große erfüllte Zeiten geben oder zumindest die Sehnsucht danach ("Himmel"), aber es gibt eben auch den Alltag mit seinen Begrenzungen, es gibt Enttäuschungen, Schuld und auch Scheitern ("Erde"). Und jede Beziehung ist auch der Spannung von "Ich" und "Du" ausgesetzt, dem ständigen Austarieren von Eigenständigkeit und Gemeinsamkeit, von Freiheit und Verbindlichkeit, wobei der andere bei aller Erfahrung von Nähe auch immer ein "Fremder" bleibt.

Ein Schaubild mag dies verdeutlichen: